Saturday, September 30, 2023

CôtéGare: Wie eine Orchestrierungsplattform das Chaos der Insellösungen besiegt

Von der Einzellösung zum digitalen Ökosystem

In den frühen Tagen der PropTech-Bewegung lag der Fokus auf spezialisierten Einzellösungen. Heute führt dies oft zu einem „Flickenteppich“, bei dem jedes Gewerk – von der Paketbox über die E-Ladestation bis zur Heizungssteuerung – eine eigene App und separate Schnittstellen mitbringt.

Beim Projekt CôtéGare, das von HRS realisiert und von der Pensimo Management AG sowie Baloise Asset Management erworben wurde, wählte man einen radikal anderen Weg. Allthings wurde bereits in der Planungsphase als Partner für die digitale Systemlandschaft an Bord geholt.

Die Rolle der Orchestrierungsplattform

Allthings fungiert hier nicht mehr nur als Mieter-App, sondern als zentrale Orchestrierungsplattform. Das Ziel ist eine „radikal offene Immobilienwelt“, in der verschiedene digitale Komponenten wie Legosteine zusammengefügt werden können.

„Die Weiterentwicklung von Allthings zu einer Orchestrierungsplattform ist eigentlich eine Meta-Innovation: weil sie die zahlreichen Innovationen vieler anderer digitaler Player wieder zusammenbindet und managbar macht.“

Messbare Vorteile für alle Beteiligten

Die Vorteile dieser tiefen Integration ziehen sich durch den gesamten Lebenszyklus der Immobilie:

  • Für Eigentümer: Eine integrierte Plattform wirkt sich positiv auf Nachhaltigkeitsratings wie GRESB oder SNBS aus. Zudem werden die Betriebskosten gesenkt, da das Nutzermanagement zentralisiert wird.
  • Für Bewirtschafter: Statt 13 verschiedene Anwendungen parallel zu bedienen, laufen alle Fäden im Allthings Cockpit zusammen. Das reduziert den administrativen Aufwand massiv und schafft Raum für wertschöpfende Aufgaben.
  • Für Mieter: Bewohner geniessen einen „Omnichannel-Ansatz“. Ob Informationen zum Energieverbrauch, die Buchung von Gemeinschaftsflächen oder die Kommunikation mit der Verwaltung – alles ist über einen einzigen Zugang erreichbar.

Fazit: Planung ist alles

Der Case CôtéGare zeigt deutlich: Was in der Bauphase nicht sauber digital durchdacht wurde, verursacht im Betrieb um Faktoren höhere Kosten. Durch die frühzeitige Erstellung von Ausschreibungstexten für maximale Interoperabilität wurde sichergestellt, dass die Immobilie bereit für den „digitalen, KI-basierten Betrieb“ ist.

Mit diesem Ansatz wurde das Projekt bereits mit dem Real Estate Award 2022 ausgezeichnet und setzt neue Standards für die Schweizer Immobilienbranche.

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